18. Seminar "Anforderung an die Hygiene in Alten- und Pflegeeinrichtungen"

18. Seminar "Anforderung an die Hygiene in Alten- und Pflegeeinrichtungen" am 20.11.2019

Unsere diesjährigen Themeninhalte:

Krätze im Altenheim

Die Anzahl der Krätze-Erkrankungen in Deutschland steigt kontinuierlich und akzeleriert an. “Die Krätze wächst Deutschland über den Kopf” schreibt Herr PD Dr.med. habil. Josef Weigl im Panorama der Fachzeitschrift “Gesundheitswesen” und fordert seitens des Bundesministeriums für Gesundheit einen offenen Umgang von Seiten des BMG, seiner nachgeordneten Behörden und den Länderministerien, mit der - seiner Einschätzung nach - “Epidemie unerhörten Ausmaßes”.

Aber wie stellt sich die Situation in den Alten- und Pflegeeinrichtungen dar? Mit dieser Frage wird sich Herr Matthias Neumann im ersten Vortrag an diesem Tag beschäftigen und Ihnen die aktuelle Entwicklung schildern.

Von Global zu Lokal- Zunehmende multiresistente Keime verschärfen den Fokus auch auf Reinigungsdienste in Altenheimen

Woran erkennt man ein gutes Alten-und Pflegeheim? Wie kann man erkennen, welche Einrichtung bezüglich Hygiene gut aufgestellt ist?

In Alten- und Pflegeeinrichtungen sind in aller Regel Hygiene-, Desinfektions- und Reinigungspläne verfügbar, doch gerade dem Management des Reinigungsdienstes kommt eine wichtige Bedeutung zu. Herr Ludwig C. Weber führt in seinem Buch “Reinigungsdienste und Hygiene in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen: Leitfaden für Hygieneverantwortliche” an, dass auch Reinigungsdienste bei der Übertragung von Keimen in Alten- und Pflegeeinrichtungen eine entscheidende Rolle spielen und beleuchtet in seinem Fachvortrag, dass die Flächenreinigung und -desinfektion einen relevanten Einfluss auf die Infektions- und Resistenzprävention hat und damit ein wichtiger Bestandteil eines erfolgreichen Hygienemanagements ist.

Hygienischer Umgang mit Tieren in Einrichtungen des Gesundheitsdienstes

Derzeit werden drei Formen von Tierkontakten in Alten- und Pflegeeinrichtungen durchgeführt. Tiere kommen zu Besuch, werden in der Einrichtung gehalten oder fungieren auch zunehmend als Co-Therapeuten in der Ergo- und Psychotherapie. Aber ist der Umgang mit Tieren in diesen Einrichtungen hygienisch bedenklich? Bakterien, Pilze und Parasiten, Allergien und auch die Unfallgefahr, diese Faktoren und andere müssen berücksichtigt werden sind aber gut beherrschbar und stellen für sich alleine kein Argument gegen die Haltung von Tieren dar.

Dennoch müssen diese Risiken beim Entscheidungsprozess für die Einführung eines Tieres mit diskutiert und ggf. überkommene Bedenken ausgeräumt werden. PD Dr. med. Andreas Schwarzkopf erläutert Ihnen, dass Tiere eine wertvolle Ergänzung bestimmter Therapieformen darstellen und mit einem klaren Konzept und entsprechenden Struktur- und Prozessstandards das “Risiko” kalkulierbar ist. 

Standard Wundversorgung: Vom Puzzle zum korrekten Ablauf

Die Therapie von Bewohnerinnen und Bewohnern, Patientinnen und Patienten mit chronischen Wunden ist eine enorme Herausforderung. Durch die Verwendung von einheitlichen Definitionen und Standards in der Wundbehandlung, können Behandlungsstrategien optimiert und besser nachvollziehbar werden.

Herr PD Dr.med. Andreas Schwarzkopf geht in seinem zweiten Vortrag im Rahmen des diesjährigen Seminars, auf die aktuellen Standards der Wundversorgung ein.

Desinfektion im Pflegeheim

Durch steigende Lebenserwartung und den demographischen Wandel steigt auch die Anzahl älterer Menschen, die intensive Betreuung und Pflegemaßnahmen in Senioren-Einrichtungen benötigen. Pathogene Erreger spielen in Alten- und Pflegeeinrichtungen eine zunehmende Rolle. Klare Handlungsempfehlungen für Desinfektionsmaßnahmen sind hier nötig, um die Ausbreitung von Keimen zu verhindern.

Der pflegerische Alltag in Alten- und Pflegeheimen birgt spezifische Risiken und besondere Anforderungen im Rahmen der Routinedesinfektionsmaßmahnen und dem gezielten Einsatz von Desinfektionsmitteln.

Studien bestätigen: Die Persistenz klinisch relevanter Erreger beträgt häufig Wochen oder Monate auf Flächen – Kreuzkontaminationen stellen ein permanentes Risiko dar.

PD Dr. Dr. Friedrich von Rheinbaben ist Autor und Mitautor mehrerer Fachbücher und von mehr als 200 Fachartikeln, Buchbeiträgen und Lehrbüchern auf dem Gebiet der Hygiene, Desinfektion und Infektionsverhütung. Im Vortrag von Herr v. Rheinbaben werden all Ihre Fragen zur Überlebensfähigkeit von Keimen und der Risikobewertung beantwortet.

Umgang mit Multiresistenten Erregern in Alten- und Pflegeheimen

Ein Leitsatz im Umgang mit Mulitresistenten Erregern in Alten- und Pflegeheimen und in der ambulanten Versorgung lautet, der MRSA-besiedelte Bewohner hat das Recht auf Schutz vor dem eigenen MRSA-Erreger, d.h. invasive Maßnahmen (Verbandwechsel, Katheteranlage etc.) erfolgen nur nach adäquater Händehygiene und unter konsequenter Beachtung des entsprechenden Hygienestandards.

Die Überwiegende Mehrzahl der Problemkeime, umfasst multiresistente Staphylococcus aureus (MRSA). Doch auch gramnegative Bakterien wie beispielsweise 4-MRGN spielen in der Pflege eine zunehmende Rolle. Diesbezüglich ist die Organisation der Pflege bei MRE-besiedelten Bewohnerinnen, Bewohnern, Patientinnen und Patienten ein wichtiger Faktor, um Erregerübertragungen zu vermeiden. Das InfectioSaar Netzwerk wird seit September 2018 von Prof. Dr. Dr. Sören Becker geleitet. Herr Becker wird im Schlussvortrag auf die Empfehlungen des saarländischen Netzwerks zur Prävention und Kontrolle von Multiresistenten Erregern eingehen und Ihnen die Maßnahmen im Umgang mit MRE sowie der Risikoabschätzung erläutern.

 

09.30 Uhr bis 10.15 Uhr „Krätze im Altenheim"
Referent: Matthias Neumann, Hygienefachkraft, Brüder Krankenhaus Trier

10:15 Uhr bis 10:45 Uhr Kaffeepause

10:45 Uhr bis 11:30 Uhr „Von Global zu Lokal- Zunehmende multiresistente Keime verschärfen den Fokus auch auf Reinigungsdienste in Altenheimen"
Referent: Ludwig Weber, Hygienefachkraft und Buchautor

11.30 Uhr bis 12:15 Uhr „Vortrag MRSA/MRE“
Referent: Prof. Dr. Dr. Sören Becker, UKS Saarland

12:15 Uhr bis 13:30 Uhr Mittagspause

13:30 Uhr bis 14:15 Uhr „Desinfektion im Pflegeheim“
Referent: PD Dr. Dr. Friedrich von Rheinbaben

14:15 Uhr bis 15:15 Uhr „Hygienischer Umgang mit Tieren in Einrichtungen des Gesundheitsdienstes"
PD Dr.med. Andreas Schwarzkopf

15:15 Uhr bis 15:30 Uhr Kaffeepause

15:30 Uhr bis 16:15 Uhr „Standard Wundversorgung: Vom Puzzle zum korrekten Ablauf"
PD Dr.med. Andreas Schwarzkopf

16:15 Uhr Abschlussdiskussion

Änderungen im Programmablauf möglich!

 

 

Anmeldeschluss ist der 15.11.2019

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Falls Sie doch noch Rückfragen haben, stehen wir Ihnen (Herr Bach und Herr Stumpf) zur Verfügung.

Gesundheitsamt Landkreis Saarlouis

Choisyring 5 – 66740 Saarlouis

Tel.: +49 (0) 6831/444-753 oder 758

Fax: +49 (0) 6831/444-711

 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsflyer:



Für die, die den Weg nicht kennen, gibt es hier eine Anfahrtsbeschreibung:

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Parkmöglichkeiten:
Wir haben den Parkplatz gegenüber der Stadthalle für unsere Teilnehmer am Veranstaltungstag reserviert. Weitere Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Parkplatz vom Lokschuppen.

Teilnahmegebühr:
Die Teilnahmegebühr (60€/Person) kann nicht überwiesen werden, sie ist am Tag der Veranstaltung an der Tageskasse in bar zu entrichten.

Teilnahmebescheinigung(en):
Werden an der Tageskasse ausgegeben.


 

Unsere diesjährigen Firmen:

  • Ecolab
  • Orochemie
  • LR
  • Rink
  • Lysoform
  • Dr. Schumacher
  • Varitec
  • Paul Hartmann
  • Massar Wassertechnik
  • Witty
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